GegenMacht

Es macht keinen Sinn, kleine Oasen der Vielfalt und der Freiheit verteidigen zu wollen, aber gleichzeitig die Gründe der kulturellen, ökologischen, sozialen und politischen Wüstenbildung zu ignorieren.

 

Wir wollen auch nicht in der Analyse der weltweiten Monopolisierung von Natur, Kultur und Ökonomie verharren. Wir gehen einen Schritt weiter: Wir fragen nach den Prinzipien für einen an grundlegenden Menschenrechten orientiertem Liberalismus, dessen vergessenes Potenzial mit seinen antimonopolistischen Quellen aus den bürgerlichen Revolutionen, Arbeiterbewegungen und Bauernaufständen heute darauf wartet, wiederentdeckt und weiterentwickelt zu werden.

 

In diesem Zusammenhang thematisieren wir insbesondere die Überwindung der allgegenwärtigen Konzentration privater Macht in wenigen Händen. Wie müssen die rechtlichen Rahmenbedingungen - vom Patent- und Kapitalgesellschaftsrecht bis zum Verfassungs- und Völkerrecht - geändert werden, damit die Erosion der demokratischen Freiheitsräume wie der natürlichen Lebensgrundlagen an ihren Ursachen selbst bekämpft werden kann? Wir gehen dabei von der Erkenntnis aus, dass selbst die mächtigsten Konglomerate nicht weiterexistieren könnten, wenn man ihnen die bisherige staatliche Protektion entzieht. Wie also können Wirtschaft und Staat systematisch entflochten und Wirtschaftsmacht Schritt für Schritt abgebaut werden?