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Wie kann man politisch handeln, ohne nach leeren Utopien zu greifen oder zum resignierten Vertreter des Status quo zu werden? Statt die Existenz privater Machtkonzentration als naturgegeben hinzunehmen, muss die Frage nach ihren Entstehungsbedingungen konsequent verfolgt werden, um zu erkennen, dass es in der gesamten Rechtsordnung sehr viele politische Weichenstellungen gibt, die darüber entscheiden, ob ökonomische Macht gefördert und legitimiert oder aufgelöst und verhindert wird.

 

Bei unserer Arbeit brauchen wir euch nicht nur als kritische Begleiter, sondern auch als Initiatoren neuer Projekte. Wir sind überzeugt davon, dass die Fragestellung, die uns bewegt und begeistert, ansteckend wirken kann: Wie können wir Natur und Kultur, Wirtschaft und Demokratie von Machtkonzentrationen befreien? Ob Menschenrechtsgruppen, Naturschutzinitiativen, Schulklassen, kritische Gewerkschaftler oder ökologische Unternehmer, Verwaltungsangestellte und Theaterleute, ob Handwerker, Anwälte und Journalisten — wir wollen möglichst viele Bürger ermutigen, in ihren Lebenszusammenhängen Perspektiven für eine zivilisatorische Architektur größtmöglicher Machtgleichheit zu entdecken.

 

Dass es notwendig und möglich ist, unserer inneren Stimme der freien Individualität zu folgen und es nicht nur wichtig, sondern auch schön ist, für eine Gesellschaft ohne monopolisierte Fremdbestimmung zu arbeiten, dafür möchten wir uns mit aufklärenden Debatten, Informationen, Phantasie und Ideen engagieren. So hoffen wir auf längere Sicht zu etwas beizutragen, das, wenn es fehlt, nicht nur das Gefühl von Sinnlosigkeit und Identitätsmangel nährt, sondern auch autoritäre und rechtsradikale Einstellungen. Nämlich die Erfahrung von Selbstwirksamkeit…